Coronakrise – eine Chance für den Handel

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Die Coronakrise wirkt sich stark auf das Verbraucherverhalten aus. Bereits jetzt ist klar, dass der Trend deutlich stärker hin zum Online Shopping geht und sich Händler gut überlegen müssen, wie sie die Kundenbedürfnisse auch im Internet erfüllen können.
Die Schließung der Geschäfte in der gesamten Bundesrepublik wegen des coronabedingten Lockdowns haben die gesamte Einzelhandel-Branche vor Herausforderungen und Probleme gestellt, mit denen sie noch nie zu tun hatten. Die Kunden blieben aus, der Umsatz brach in der Folge ein. Die Folgen der Pandemie wirkten und wirken sich deutlich auf alle Lebensbereiche aus, auch wenn wir unseren neuen Alltag allmählig akzeptieren. Auch wenn die Pandemie überstanden ist, wird unser aller Leben nicht mehr so werden wie zuvor und insbesondere das Einkaufsverhalten wird davon stark geprägt sein. Schon jetzt zeichnet sich nach der langsamen Öffnung der ersten Läden, wie die neue Normalität aussehen könnte. Aber welche konkreten Auswirkungen sind das und welche Chancen und Aufgaben bringen die Veränderungen in der Branche mit sich? Klar ist: Eine jede Krise bringt nicht nur viele negative Folgen mit sich, sie bieten auch immer Chancen.

Die Entstehung eines neuen Nutzerverhaltens

Krisen führten bereits in der Vergangenheit zu langfristigen Veränderungen hinsichtlich des Kundenverhaltens – dabei ist auch die Coronakrise keine Ausnahme. Was ist also die Erwartung der Kunden, wenn Corona nicht mehr das absolut bestimmende Thema sein wird? Schon jetzt ist absehbar, dass sich Isolation und Social Distancing stark auf die Präferenzen der Kunden auswirkt. Gerade auf dem Land sind seit Beginn der Lockdown-Maßnahmen die Bestellungen im Onlinehandel stark gewachsen. Einige Bereiche erleben momentan einen starken Zulauf, während andere Branchen ums nackte Überleben kämpfen. Insbesondere die Branchen Food, Home und Garten, Electronic und Kinderprodukte erleben derzeit einen echten Boom. Langfristig ist davon auszugehen, dass sich das Konsumverhalten in Deutschland stark ändern wird. Händler müssen also die bisherige Ausrichtung hinterfragen und reagieren, um die neuen Kundenerwartungen zu erfüllen. Selbst für Onlineanbieter ist das nötig, denn auch hier droht durch die Verunsicherung eine Gefahr.

Digitale Lösungen

Auch ohne den Einfluss der Coronapandemie befindet sich die Einzelhandelsbranche schon seit einigen Jahren im Umbruch. Die zunehmenden Ansprüche der Käufer, veränderte Kundenerwartungen und der Abgang zu Onlinehändlern machen den regionalen Unternehmen zu schaffen. Jetzt in Zeiten von Corona wird die Digitalisierung noch einmal stark beschleunigt. In vielen Bereichen ist diese in kurzer Zeit so stark vorangetrieben worden, wie es kaum einer für möglich gehalten hat. Es ist also davon auszugehen, dass die Umsätze im Internet noch einmal deutlich zunehmen werden. Es wird also zunehmend schwerer für Offline-Anbieter, zu der alten Stärke zurückzukommen, wenn sie sich nicht dem Wandel der Zeit annehmen. Sie müssen vor allem der Digitalisierung eine Chance geben, um die eigenen Qualitäten zu verbessern, denn dem Offline-Handel stehen unterstützend viele digitale Lösung zur Verfügung. Auch Anbieter, die sich ohnehin schon im Internet bewegen können ihren Erfolg steigern, etwa mit Add-Ons wie Express-Kauf-Buttons.

Das Erlebnis ist entscheidend

Bereits vor der Conapandemie hat die Digitalisierung und der Onlinehandel die Bedürfnisse von Kunden und die damit verbundenen Erwartungen stark verändert. Die Menschen sehen ihren Einkauf nicht mehr lediglich als Anschaffung, sondern als echtes Erlebnis. Geld ausgeben ist ein Teil der Freizeitgestaltung. In der Folge der Coronapandemie wird das Einkaufen von Maskenpflicht, Beschränkungen und Abstandsregeln geprägt. Laut Umfragen wollen nur etwa die Hälfe von neuen Online-Kunden nach der Pandemie wieder zum Kauf im Laden vor Ort zurückkehren. Auch einige Online Shops werden nur dann erfolgreich bleiben, wenn es ihnen möglich ist, sich von der Konkurrenz dank Erlebnis abzusetzen. Das Erlebnis, das dem Kunden geboten werden soll, muss permanent überdacht werden. Es steigt etwa der Wunsch danach, dass die beliebten Online-Marken auch Offline-Verkäufsräume anbieten. Das gibt den Händlern die Chance, Dinge anzubieten, die es online nicht zu kaufen gibt und die Kundennähe auszubauen. Umfragen zeigen, dass über 500 der 1000 umsatzstärksten Onlineanbieter bereits Shops in der Bundesrepublik betreiben. Dabei nehmen die Anbieter Rücksicht auf die veränderten Erwartungen der Kunden im Offline-Bereich. Gefragt sind flexible Lösungen für Retouren, bequeme und praktische Zahlmöglichkeiten und Click & Collect Angebote. Für viele Händler ist es also an der Zeit, Investitionen in neue Zahlungstechnologien zu tätigen.

Auch wenn schon vor einigen Jahren viele Experten der Digital-Branche die Wichtigkeit vom Online-Handel betont haben, hätte noch niemand erahnen können, dass dieser Bereich bereits 2020 existenzentscheidend sein könnte. Corona hat den Markt ordentlich auf den Kopf gestellt und den Online-Handel bekräftigt. In Zahlen ist das Internet der Pandemie überlegen, auch wenn sich das Virus über den ganzen Globus verteilt. Trotzdem haben viele Länder die Gesetze hinsichtlich einer sozialen Distanzierung angepasst Viele Konzerne hatten in der Folge Schwierigkeiten den Betrieb aufrecht zu erhalten Die einige Chance in Lockdown-Zeiten ist ein aktives Online-System, um nach wie vor Kunden zu erreichen, Projekte umzusetzen und Mitarbeiter zu vernetzen.

E-Commerce: Targeting so erfolgreich wie noch nie zuvor

Dank verschiedener Möglichkeiten, etwa dank Facebook-Werbeanzeigen, können Zielgruppen im E-Commerce definiert und mit gezielter Werbung erreicht werden. Die Nachfrage derzeit ist so enorm wie noch nie. Die großen Player wie Amazon konnten davon genauso profitieren wie zahlreiche andere Unternehmen auch. Dank der klaren Optionen hinsichtlich Targetings kann ein Unternehmen ganz gezielt einem Publikum ein Produkt vorstellen. Supporter und Anbieter im Online-Marketing gibt es wohin das Auge reicht. Ganz egal ob Österreich, Italien, Schweiz oder Deutschland: Die meisten Menschen verbringen derzeit die Zeit eher allein daheim, als sich großartig unter Menschen zu begeben. Das muss von den Anbietern berücksichtig und aufgegriffen werden. Die Pandemie ist nicht einfach nur eine vorübergehende Phase, sondern der Anlass von langfristigem Verbraucherverhalten.

Verkaufsschlager TikTok

An der noch relativ neuen Social-Media-App TikTok können die Chancen von Social Media gut abgelesen werden. Erst dank der Pandemie erlebte die App, die schon seit 2016 auf dem Markt ist, einen regelrechten Boom. Über 1,5 Millionen Menschen in Deutschland haben sich die App bereits auf das Smartphone geladen – die meisten davon in den letzten Wochen. 500 Millionen User sind jeden Tag aktiv, in 39 Sprachen und auf 150 Märkten der Welt ist die App im Gebrauch. Gerade im Social Media kann unternehmerisch experimentiert und profitiert werden. Wer Kunden unterhält und begeistert, spürt das im Geldbeutel. Spätestens seit Corona ist die Beschäftigung mit den Social Media Plattform eine absolute Pflicht. Parallel dazu gibt es viele Startups und junge Unternehmen, die sich das Thema Videokonferenz zur Aufgabe gemacht haben und neue Technologien entwickeln. Die deutschen Unternehmen Veertly und Treffle haben sich etwa den Herausforderungen angenommen und ein Zeichen für eine gelungene Online-Bewegung geschaffen. Mit ihrer Technologie ist es möglich, online in offenen oder geschlossenen Räumen miteinander störungsfrei zu kommunizieren.

Online-Marketing: Den Erfolg messen

Allein auf das Bauchgefühl zu hören ist alles andere als zeitgemäß und sinnvoll. Eine Investition lohnt sich nur dann, wenn die knallharten Fakten für sich sprechen. Diese liefert das Internet zweifelsohne. Kampagnen können ausloten, welche Art der Werbung beim Interessenten am besten ankommt. So lassen sich die verschiedenen Variablen genau reflektieren und anpassen und die Resultate und Verkäufe dadurch perfektioniert werden. Nicht immer muss Werbung gut aussehen. Sie muss funktionieren und das wiederum bedarf nicht nur Feingefühl, sondern viel Fachkenntnisse und Knowhow. Spätestens jetzt sind digitale Medien eine wichtige Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft von Unternehmen.

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