Studie: Influencer Marketing entwächst Kinderschuhen

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Laut einer aktuellen Studie der Goldmedia-Gruppe ist das Influencer Marketing dem Experimentierstadium entwachsen und steuert zusehends auf eine weitere Professionalisierung inklusive deutlich steigender Umsätze zu. Wenig verwunderlich, denn angesichts des Erfolges setzen immer mehr Unternehmen auf Influencer, wobei die Plattformen Youtube und Instagram rund zwei Drittel des Marktes zu annähernd gleichen Teilen unter sich ausmachen. Abgeschlagen auf den Rängen folgen Facebook, Blogs, Snapchat und Twitter. Neben der Professionalisierung ist auch ein neuer Trend sichtbar, der Mikro-Influencer.

Goldmedia erwartet Marktvolumen von fast 1 Milliarde Euro

Nach Angaben der Influencer-Studie gab es im Jahr 2017 rund 30.000 Influencer. Als Influencer werden nach einer Definition aus der Studie „Psychologie of Following“ vornehmlich solche Menschen bezeichnet, die mehr als 10.000 Follower haben. Auf Basis dieser Zahlen berechnete die Studie einen Jahresumsatz von rund 560 Millionen Euro, was in etwa 18.700 Euro pro Influencer entspricht. Ihre Umsätze erwirtschaften die Influencer der Studie zur Folge hauptsächlich über gesponsorte Postings, Umsatzbeteiligungen und Warengeschenke.

© goldmedia.com / Goldmedia

Der Erfolg des Influencer Marketings hat diesem zu einem festen Platz im Marketing-Mix verholfen. Das wiederum führt nach einer Prognose von Goldmedia zu einer stetigen Professionalisierung. Mitverantwortlich für diese Annahme sind auch jüngste Gerichtsurteile, die Influencer dazu verpflichten, werbliche Inhalte ebenso zu kennzeichnen, wie dies im Fernsehen oder den Printmedien der Fall ist. Aus der steigenden Bedeutung heraus prognostiziert das Unternehmen bis 2020 eine Steigerung des Marktvolumens auf rund 990 Millionen Euro. Die realen Zahlen dürften allerdings noch weitaus höher ausfallen, da in der Goldmedia Studie lediglich Influencer ab 10.000 Followern berücksichtigt wurden.

Der richtige Influencer für den richtigen Markt

Die Marketing-Welt ist insbesondere in Bezug auf das Influencer Marketing mindestens so individuell wie die jeweiligen Zielgruppen. Dementsprechend ist das Muster: „Wer die meisten Follower hat, bekommt auch einen Marketing-Deal“ in Zukunft nicht zielführend. Vielmehr geht es um den gezielten Einsatz unterschiedlicher Influencer-Gruppen gemäß der relevanten Zielgruppe. Hier unterscheidet man mittlerweile abweichend von der etwas groben Definition aus der zuvor genannten Studie in Mega-Influencer (mehrere Millionen Follower), Makro-Influencer (über 10.000 Follower) und Mikro-Influencer (weniger als 10.000 Follower).

Vertrauen und Authentizität sind auch hier der Schlüssel für eine gelungene Kampagne. Gerade für Nischenthemen und Nischenprodukte sind die Mikro-Influencer ein immer wichtigerer Faktor. Diese verfügen zwar über weniger als 10.000 bzw. manchmal weniger als 1.000 Follower, dafür genießen sie in Ihrer Community aber ein hohes Maß an Authentizität und Autorität. Ein Umstand, der sich aus der intensiven Interaktion mit den Followern ergibt. Und in kleinen Märkten mit hohen Margen ist ein solcher Influencer für Unternehmen Gold wert.

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